Torfgewinnung kann eine Chance für Moorschutz sein

Fototrailer – Lebensraum Moor

Unter dem Motto „Für Wachstum mit gutem Gewissen" setzt das Unternehmen Gramoflor auf eine verantwortungsbewusste Torfgewinnung. Dahinter stehen die drei Kernfragen:

1. Wo kommt der Torf her?

Die Torfgewinnungsflächen von Gramoflor liegen in Norddeutschland. Bereits seit 1981 erfolgt der Torfabbau hier streng nach den Vorgaben des Niedersächsischen Moorschutzprogramms und für die Torfgewinnung werden heute ausschließlich bereits entwässerte und degradierte Flächen genutzt. Man spricht hier von sog. „Torflagerstätten" und keinesfalls von intakten Mooren.

Moorboden wird als Weidefläche genutztTorfabbau auf landwirtschaftlich vorgenutzten FlächenBeispiel: Gramoflor Produktionswerk, Torfgewinnungs- und Renaturierungsflächen in Vörden

2. Wie erfolgt die Torfgewinnung?

Durch das eigens durch Gramoflor entwickelte „Ober- & Unterfeld Verfahren" ist es möglich bereits während der Torfgewinnung mit den Renaturierungsarbeiten zu starten. Diese Methode sowie die Ausbringung von Torfmoosen auf den Unterfeldern verschafft der moortypischen Vegetation einen zeitlichen Vorsprung und bietet die besten Voraussetzungen für die Entwicklung von lebenden Hochmooren und artenreichen Biotopen.

Die Torfgewinnung erfolgt bereits seit 1981 nach dem Niedersächsischen Moorschutzprogramm. Hier im SodenstechverfahrenBei der Planung des Torfabbaus im Ober- und Unterfeldverfahren wird von Anfang an Vorsorge getroffen, dass sich lebende Hochmoore entwickeln können. Diese Methode verschafft der moortypischen Vegetation einen zeitlichen Vorsprung und bietet die besten Voraussetzungen für die Entwicklung von lebenden Hochmooren und artenreichen Biotopen.Torfmoose (Pionierarten: Cuspidatum und Fallax) werden im Unterfeld ausgebracht

3. Was passiert nach dem Torfabbau?

Unser Ziel ist, dass sich auf den Flächen nach dem Torfabbau lebende Hochmoore und artenreiche Biotope entwickeln. Um dies auch für nachfolgende Generationen sicherzustellen, wurde 2012 die Stiftung Lebensraum Moor gegründet. Nach dem Rückzug des Torfunternehmens unterstützt die Stiftung den Erhalt der renaturierten Flächen. Wohlwissend, dass der Rohstoff „Torf" ein endliches Gut ist, wird er bei der Erden- und Substratherstellung so ressourcenschonend wie möglich eingesetzt. Alternative Ausgangsstoffe wie z.B. Grünkompost und die Holzfaser LIGNOFIBRE® ergänzen den Torf ideal. Durch den Einsatz von vielen unterschiedlichen Komponenten gelingt es Gramoflor kundenindividuelle Substrate und Erden herzustellen, die auf die jeweiligen Anforderungen zugeschnitten werden. Die modernen Kulturmethoden des Erwerbsgartenbaus ermöglichen heute eine besonders effektive Substratnutzung, so dass z.B. aus einem Kubikmeter bis zu 350.000 Gemüsejungpflanzen produziert werden können.

Durch Gramoflor renaturierte Hochmoorfläche; Abbau vor 15 Jahren beendetRückkehr moortypischer Flora und FaunaErfolgreiche HochmoorrenaturierungJosef Gramann bei der Ausbringung von Torfmoosen auf einer RenaturierungsflächeWiederansiedlung moortypischer PflanzenQuerschnitt durch ein wachsendes Bulttorfmoos

Exkurs: Was ist Torf?

Torf entsteht aus den abgestorbenen unteren Teilen der Torfmoose. Dadurch beginnt ein Hochmoor zu wachsen.

Lebendige TorfmooseTorf

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