Torf-Reduzierung praxisnah

Die Forschung und Entwicklung bei Gramoflor verfolgt das Ziel, lösungsorientierte und innovative Produkte zu erzeugen und zu erproben. Dadurch soll der Weg zur einer nachhaltigeren Substratproduktion ermöglicht werden.   

„Als modernes Substratunternehmen ist uns sehr bewusst, dass wir aufgefordert sind, dem Gartenbau sowohl zukunftsfähige als auch verlässliche Lösungen zu bieten“ weiß Josef Gramann der Inhaber des Familienunternehmens Gramoflor.

Er ergänzt: „Wir wissen, dass torffrei derzeit nur eine Lösung mit sehr begrenzten Möglichkeiten ist und dass sie den Ansprüchen des professionellen Erwerbsgärtners noch nicht 100%ig gerecht werden kann“.

Gramoflor geht deshalb den gangbaren Weg der Torfreduzierung und setzt auf langfristige und realistische Lösungen. „Durch die Arbeit unserer Fachberater vor Ort beim Kunden wissen wir, dass eine Torfreduktion von 20-30% heute bei den meisten Kulturen praktikabel ist“.

Im eigenen Gewächshaus forscht ein junges Team von Gartenbau- und Agraringenieuren intensiv an alternativen, möglichst nachwachsenden Substratrohstoffen, wie z.B. die Holzfaser LIGNOFIBRE©, Substratkompost und Kokosfasern. Sowohl gängige als auch noch unbekannte Torfalternativen werden in Versuchsreihen gartenbaulich überprüft und optimiert.

Schon vor Jahren wurde bei Gramoflor eine eigene Abteilung für Forschung und Entwicklung eingerichtet, um zukunftsfähige Substrate zu entwickeln. Die Kultursicherheit beim Gärtner ist dabei das oberste Gebot.

Außerdem arbeitet man bei Gramoflor an sogenannten „nachhaltigen Landnutzungskonzepten“, mit dem Ziel der zuverlässigen und langfristigen Lieferung von erprobten, nachwachsenden Rohstoffen für die Substratherstellung.

Neben all den Bemühungen für eine sinnvolle Torfreduzierung setzt man bei Gramoflor aber auch weiterhin auf den Rohstoff Norddeutscher Torf, der durch die Renaturierungsleistung der heimischen Torfindustrie einen wesentlichen Beitrag zum Moor- und Klimaschutz leistet. Auch diesem Weg bleibt man bei Gramoflor treu und weiß um die Vorteile der Gramoflor-eigenen Torfgewinnung im sog. „Ober-Unterfeld-Verfahren“.

Gramoflor Gewächshaus für eigene F&EGramoflor F&E-TeamGramoflor Gewächshaus auf dem BetriebsgeländePelargonie mit starkem Wurzelbild in einem torfreduzierten Gramoflor-Substrat mit LIGNOFIBREVersuchsauswertungVersuchsreihen nach randomisierter BlockanlageChinakohl-SchnelltestPoinsettien in torfreduziertem SubstratVersuchsbesprechung

Mit dem Vorhaben, hochwertige nachwachsende Substratrohstoffe mit Biomasse aus extensiven und standortgerechten Flächenbewirtschaftungsformen herzustellen betritt Gramoflor „Neuland". Die wissenschaftliche Begleitung laufender Forschungsprojekte zu diesem Thema wird durch Kooperationen zum Lehrstuhl für Landschaftsökologie der Universität Vechta und dem Forschungsbereich Nachwachsende Rohstoffe der Universität Bonn abgedeckt.

Gramoflor-Mitarbeiter Simon Grießer erlangt den akademischen Grad Dr. rer. nat. 

Im August 2014 kam Dr. Simon Grießer direkt im Anschluss an sein erfolgreich abgeschlossenes Masterstudium der Geographie zu Gramoflor. Dort unterstützte er das Team der Forschung und Entwicklung (F&E) und war für den Bereich Nachhaltige Landnutzungskonzepte und Projektkoordinierung zuständig. Außerdem promovierte Herr Dr. Grießer in dieser Zeit im Bereich Physische Geographie an der Universität in Vechta und das Thema seiner Doktorarbeit lautet: "Torfersatzsubstrate für den Erwerbsgartenbau - Ein Beitrag für nachhaltige Landnutzung in Niedersachsen".

Er bekam offiziell den Doktorgrad der Naturwissenschaften und seine Doktorarbeit liefert der Grünen Branche viele neue Erkenntnisse für das immer relevanter werdende Thema Torfersatzsubstrate für den nationalen und internationalen Gartenbau.

Abstract und Zusammenfassung der Dissertation finden Sie hier:

Lesen Sie auch diesen Pressebericht aus der TASPO vom 26.06.2015:

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